Definition

KI-DLP

KI-DLP (KI Data Loss Prevention) ist Software, die sensible Daten erkennt, blockiert oder anonymisiert, bevor sie die Organisation Richtung eines generativen KI-Dienstes wie ChatGPT, Claude, Gemini oder Copilot verlassen.

Im Gegensatz zur klassischen DLP — die E-Mail-Anhänge, SaaS-Uploads und SMB-Shares prüft — fängt KI-DLP den Prompt selbst ab: im Browser, auf dem Desktop, in der CLI oder im MCP-Agenten. Die wichtigen Kategorien sind Kreditkarten, API-Schlüssel, Passwörter, Quellcode, Kunden-PII und Daten, die der DSGVO / dem EU AI Act / NIS2 / DORA unterliegen. Moderne KI-DLP arbeitet in zwei Modi: Alert (warnt den Nutzer, optional anonymisiert) und Block (entfernt die sensible Teilzeichenkette still vor dem Senden).

Warum es wichtig ist

  • Über 60 % der Wissensarbeiter fügen Produktionsdaten mindestens einmal pro Monat in ChatGPT ein.
  • Sobald Daten in den Logs des Modellanbieters landen, fallen sie aus dem DSGVO-Auskunftsrecht.
  • Klassische DLP sieht keinen Prompt-Verkehr — sie prüft Dateigrenzen, keine Textströme.
  • EU AI Act + NIS2 + DORA verlangen ausdrücklich Kontrolle über KI-gebundene Datenflüsse.

Häufige Fragen

Ist KI-DLP dasselbe wie ein Inhaltsfilter?

Nein. Ein Inhaltsfilter blockiert Website-Kategorien oder Schlüsselwörter. KI-DLP prüft die Struktur dessen, was an ein KI-Modell gesendet werden soll, und anonymisiert oder blockiert nur den sensiblen Teilstring.

Wo läuft die KI-DLP?

Auf jeder Schicht, die der Prompt durchläuft: Browser-Erweiterung, Desktop-Agent, CLI für Entwickler und MCP-Guard für agentenbasierte Systeme.

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